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Kunsthandwerk und Entwicklung

Kunsthandwerk und weltweiter Handel

Vereinzelte Studien und Erhebungen belegen, dass der weltweite Handel mit Kunsthandwerk im letzten Jahrzehnt rasant gewachsen ist und in der gesamten Kulturindustrie eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Dabei sind die Entwicklungsländer von zentraler Bedeutung.

Eine UNESCO Studie von 2003 zeigt beispielsweise, dass der Umsatz von Visual Arts in diesem Jahr bei insgesamt 11.3 Mrd. US$ lag und damit einen Anteil von 20.4% des weltweiten Handels mit Kulturgütern ausmachte. Diese Kategorie folgt dabei auf Platz drei nach der Musikindustrie und den Druckmedien. Interessant ist hierbei, dass der Wachstum dieser Sparte besonders auf steigende Exporte aus Entwicklungs- und Schwellenländern zurückzuführen ist

Vor diesem Hintergrund hat die CulturCooperation entschieden, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und ein Recherche-, Kultur- und Bildungsprogramm zu gestalten, das im Herbst 2008 begonnen hat.

Die Rolle der Entwicklungsländer im weltweiten Handel mit Kunsthandwerk

Entwicklungsländer zeigen eine überdurchschnittlich hohe jährliche Wachstumsrate von 8.4% bei den Exporten und 9.2% bei den Importen. Aber obwohl Entwicklungs- und Schwellenländer deutlich höhere Wachstumsraten verzeichnen als Industrieländer, wird der Markt von den USA, Europäischen und Asiatischen Ländern beherrscht. (...)

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Africa Ceramica, Cape Town, Hand worked, bold and contemporary pottery

Der Handel mit Kunsthandwerk in Afrika: Export und Import

Der Afrikanische Kontinent ist auf dem Weltmarkt der Kulturindustrien absolut unterrepräsentiert und mit einem Anteil von 1.4% (Exporte) partizipiert Afrika unterdurchschnittlich wenig am globalen Aufschwung des Sektors: In 2005 liegt Afrika bei den Exporten mit einem Volumen von 296 Mio. US$ sehr deutlich hinter Asien (11.832 Mrd. US$), und verzeichnet weniger als die Hälfte der Exporte Latein- und Mittelamerikas (624 Mio. US$). (...)

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Probleme der Afrikanischen Kulturindustrie und des Handels mit Kulturgütern

Neuere Analysen der Afrikanischen Union zeigen die Hindernisse auf, mit denen Produzenten in Afrika kämpfen: Verbreitet fehlt es an Know-how und Infrastrukturen, um Kunsthandwerkern einen Marktzugang zu schaffen. Die Schritte von der Idee zum Verkauf erfordern trotz der vorhandenen guten Ideen und handwerklichen Fähigkeiten ein gewisses Startkapital, den Aufbau komplexer Netzwerke für Materialbeschaffung, Transport, Kontakte zur Zwischenhändlern, Kenntnisse in Buchhaltung und Marketing und Kenntnis der Nachfrage auf den einheimischen Märkten und im Ausland. Fehlende nachhaltige Finanzierung, schlecht strukturierter Zwischenhandel, Informationsmangel bezüglich Design und Qualität sowie Markteintrittsbarrieren erschweren den Zugang zum Weltmarkt. (...)

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