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Tracing the Rainbow

Literatur aus Südafrika im Gespräch, 2005

Zehn Jahre Demokratie in Südafrika: Autoren vom Kap reflektierten in ihrem Werk Wandel und Kontinuität in Literatur und Gesellschaft, diskutierten mit ihren deutschen Kollegen über Erinnerung und Erneuerung und verglichen die Rolle von Literatur in Südafrika und Deutschland heute.

Gillian Slovo trifft auf Judith Kuckart

Gilian Slovo, Tochter der weißen Bürgerrechtler Joe Slovo und Ruth First in Johannesburg, liest aus ihrem Roman 'Roter Staub', eine Geschichte über menschliche Schicksale zur Zeit der Wahrheitskommission nach dem Ende der Apartheid in Südafrika und diskutiert anschließend mit Judith Kuckart über die Rolle des Schriftstellers in einer Welt des gesellschaftlichen Umbruchs und die Chancen eines schwierigen Neubeginns.

Xoli Norman trifft auf Jens Sparschuh

Sie gelten in ihren Ländern als Meister des gesprochenen und geschriebenen Wortes. Multitalente sind sie beide. Der eine ist als Verfasser von Gedichten, Essays, Romanen und Hörspielen weit über die Grenzen Deutschlands bekannt, der andere hat sich als Theater- und Musicalschreiber sowie Komponist international einen Namen gemacht. Eine interessante Begegnung zweier unterschiedlicher Welten mit vielen Parallelen.

Napo Masheane trifft auf Jana Simon

Napo Masheane verbindet afrikanischen Erzähltradition mit den Rhythmen der modernen Großstadt Johannesburg – so entsteht spannungsgeladene Literatur über eine sich rasch verändernde Gesellschaft. Die Berliner Autorin Jana Simon, die zu Recherchezwecken einige Zeit in Südafrika verbrachte, diskutiert mit Napo Masheane über die Zukunft der südafrikanischen Literatur.

André Brink

In seinem neuesten Roman The other side of silence nimmt sich André Brink ein dunkles Kapitel der Geschichte vor: er thematisiert die deutsche Kolonialgeschichte im heutigen Namibia anhand der Geschichte einer jungen Frau.

Antjie Krog trifft auf Joachim Helfer

Antjie Krog leitete während der Anhörungen der Wahrheits- und Versöhnungs-kommission das SABC-Radioteam. Als Folge dieser Berichterstattung entstand "Country of my Skull" – eine Mischung aus Fiktion und Fakten. Im Anschluss an die Vorstellung ihres Buches wird sie mit Joachim Helfer ein literarisches Gespräch über das individuelle Selbstverständnis von Autoren in einer Zeit des Umbruchs führen.

Kgafela oa Magogodi trifft auf Feridun Zaimoglu

Der 35-jährige Dichter und Slam-Poet belebt die südafrikanische Tradition des „spoken word“. Mit einer unverfälschten und zum Teil schockierenden Bildlichkeit in der Sprache fordert er heraus und provoziert. Damit ähnelt er in gewisser Weise seinem deutschen Counterpart Feridun Zaimoglu.